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"Bürokratie-Tüv" hilft beim Bürokratieabbau
03.07.2008: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Nationalen Normenkontrollrat als wichtigen
Partner beim Bürokratieabbau gewürdigt. Weniger bürokratische Belastungen und
mehr Freiräume machten Deutschland wettbewerbsfähiger,
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Nationalen Normenkontrollrat als wichtigen Partner beim Bürokratieabbau gewürdigt. Weniger bürokratische Belastungen und mehr Freiräume machten Deutschland wettbewerbsfähiger, sagte Merkel bei der Entgegennahme des zweiten Jahresbericht der Normenkontrolleure.
Bürokratie abzubauen bedeutet, bestehende Regelungen daraufhin zu überprüfen, ob sie noch gebraucht werden. Gleichzeitig gilt es, neue übermäßige Bürokratie zu verhindern. Genau das hat sich die Bundesregierung mit dem Programm "Bürokratieabbau und bessere Rechtsetzung" auf die Fahnen geschrieben. Das Ziel lautet, bis zum Jahr 2011 ein Viertel der Bürokratiekosten einzusparen. Der Normenkontrollrat berät die Regierung dabei als kritischer und konstruktiver Partner, wenn es um neue Gesetze und Regelungen geht. Denn mit modernen Berechnungsmodellen lassen sich die mit bürokratischen Pflichten verbundenen Belastungen und Vereinfachungspotenziale in Euro und Cent beziffern. Der unabhängige Rat hilft dabei, diese Methoden weiterzuentwickeln. Die Stellungnahmen und Anregungen der Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft nimmt die Bundesregierung in ihren Sachstandsbericht zum Programm auf.
Neues Bewusstsein
Seit dem Start des Programms konnte die Bundesregierung bereits unnötige Bürokratiekosten von rund einer Milliarde verhindern. Von diesen Erfolgen ermutigt, will die Bundeskanzlerin das Projekt jetzt weiter beschleunigen. Klassische Verwaltungen müssten sich mit dem eingeschlagenen Weg erst einmal anfreunden, stellte Merkel bei der Übergabe des Berichts fest. Unterdessen sei bereits "ein neues Bewusstsein für die Nebenkosten" festzustellen, sagte die zuständige Staatsministerin Hildegard Müller. Bereits beim Entstehen neuer Regelungsentwürfe schätzten die Ministerien die Bürokratielasten heute mit ab. "Der Bürokratieabbau kommt voran", stellt die Staatsministerin fest. Müller ist Koordinatorin der Bundesregierung für Bürokratieabbau und bessere Rechtsetzung. Mit dem Kabinettbeschluss vom April 2006 zum Programm "Bürokratieabbau und bessere Rechtssetzung" hat die Bundesregierung beschlossen, ein unabhängiges Gremium zur Bürokratiekostenabschätzung einzusetzen. Wenig später beschloss der Bundestag daraufhin das Gesetz zur Einsetzung des Nationalen Normenkontrollrats. Im September 2006 berief der Bundespräsident schließlich acht Mitglieder aus Wirtschaft und Wissenschaft unter Vorsitz von Johannes Ludewig in das Gremium. Der Normenkontrollrat bilanziert in seinem zweiten Bericht auch die Umsetzung des Regierungsprogramms. Die Bundesregierung wird mit ihrem Jahresbericht im Herbst 2008 hierzu einen neuen Sachstand vorlegen.
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung E-Mail: InternetPost@bundesregierung.de Internet: http://www.bundesregierung.de/ Dorotheenstr. 84 D-10117 Berlin Telefon: 03018 272 - 0 Telefax: 03018 272 - 2555
03.07.2008 / Patrick Kröhl
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