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Rentenversicherung zahlt sich aus
26.08.2008: Auch künftig bekommen Rentnerinnen und Rentner mehr Geld ausbezahlt, als sie an Beiträgen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Eine ergänzende Altersvorsorge ist dennoch sinnvoll und notwendig, um den Lebensstandard zu erhalten.
Auch künftig bekommen Rentnerinnen und Rentner mehr Geld ausbezahlt, als sie an Beiträgen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Eine ergänzende Altersvorsorge ist dennoch sinnvoll und notwendig, um den Lebensstandard zu erhalten.
"Die Renditen in der gesetzlichen Rentenversicherung werden auch langfristig positiv bleiben." Dies erklärten der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Bert Rürup, und der Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV), Herbert Rische. Rendite bezeichnet das Verhältnis von Beitragszahlungen und Rentenauszahlungen. Wie hoch die Rendite im Einzelfall ist, hängt von Jahrgang und Rentenjahren ab. Rürup und Rische reagierten auf eine Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), nach der die Gesetzliche Rentenversicherung immer weniger Rendite abwerfe. Rische sagte, die DIA-Studie weise methodische Schwächen auf. Die DRV betonte zugleich, dass die Rendite mit etwa drei Prozent positiv bleibe, auch wenn das Rentenalter bis 2029 von 65 auf 67 Jahre angehoben werde.
Rentenrendite bleibt positiv
Laut DRV kommt ein lediger Mann, der 2008 mit 65 Jahren in Rente geht auf eine Rendite von 3,5 Prozent. Voraussetzungen sind: Er hat 45 Jahre lang von einem Durchschnittseinkommen Beiträge gezahlt und lebt laut aktueller Statistik noch knapp 17 Jahre nach Rentenbeginn. Eine gleichaltrige Frau kann wegen ihrer längeren Lebenserwartung sogar mit 4,1 Prozent rechnen. Auf diesen Wert kommen auch verheiratete Männer. Für Rentenzugänge der Jahre 2020, 2030 und 2040 ergeben sich laut DRV jeweils fast identische Renditen für ledige Männer (2,8), Frauen und verheiratete Männer (3,3). Gemessen an der Rendite zeigt sich eine weitgehende Gleichbehandlung der heute 30- bis 50-jährigen Beitragszahlenden. Auch die Stiftung Warentest hatte erst im Juli 2008 ermittelt, dass die Rendite immer positiv bleibe. Auch unabhängige Institutionen wie der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung oder der Sozialbeirat der Bundesregierung bestätigen die Renditeberechnungen der Deutschen Rentenversicherung.
Zusätzlich vorsorgen
Die gesetzliche Rente ist und bleibt die wichtigste Säule der Alterssicherung. Trotzdem gilt: Wer im Alter seinen bisherigen Lebensstandard halten will, sollte zusätzlich privat oder über seinen Betrieb vorsorgen. Zum Beispiel über einen so genannten Riester- oder Rürup-Vertrag. Der Staat unterstützt dabei umfassend: Er gewährt Zulagen oder steuerliche Vergünstigungen für eine private oder betriebliche Altersvorsorge, die man ergänzend zur gesetzlichen Rente anspart. Allein in den letzten zwei Jahren ist die Zahl der Riester-Verträge um 80 Prozent auf über 11,5 Millionen gestiegen. Durch das neue Eigenheimrentengesetz wird das "Riestern" jetzt noch attraktiver. So wird selbst genutztes Wohneigentum besser in die Riesterförderung einbezogen.
"Riestern" lohnt sich
Bei der Altersvorsorge gilt: Je früher, desto besser. Um für junge Menschen einen Anreiz zu schaffen, frühzeitig mit dem Altersvorsorgesparen zu beginnen, gibt es Anreize. So wird "Riester-Sparern", die zu Beginn des Kalenderjahres das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ab 2008 ein Berufseinsteiger-Bonus gewährt. Er beträgt 200 Euro . Das ist auch eine der Botschaften der im Januar 2007 in Berlin gestarteten Initiative "Altersvorsorge macht Schule". Kern des Projekts sind spezielle Altersvorsorgekurse, die ab sofort an bundesweit mehr als 500 Volkshochschulen stattfinden. Das neue Angebot gibt allen Interessierten die Möglichkeit, zu Vorsorgeexperten in eigener Sache zu werden: Das heißt, das richtige Angebot für sich und seine Angehörigen zu finden. Altersvorsorge macht Schule <http://www.altersvorsorge-macht-schule.de/>
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26.08.2008 / Patrick Kröhl
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