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Kategorie Deutschland  

Böhmer fordert positiveren Umgang mit Einbürgerungen

03.07.2008: Die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, hat angesichts der heute veröffentlichten Einbürgerungsstatistik

Die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration,
Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, hat angesichts der heute
veröffentlichten Einbürgerungsstatistik einen positiveren Umgang mit dem Erwerb
der deutschen Staatsangehörigkeit gefordert.


"Wir müssen mehr dafür werben, dass Ausländerinnen und Ausländer, die über Jahre
in Deutschland leben und arbeiten und sich Zukunftsperspektiven in unserem Land
aufgebaut haben, die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen." Erst mit der
Einbürgerung erlangten diese Menschen die vollen staatsbürgerlichen Rechte und
Pflichten, betonte Böhmer.
 
Böhmer verwies auf eine jüngst vorgelegte Studie des Hamburgischen
Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), die belegt, dass der Erwerb der deutschen
Staatsangehörigkeit positive Effekte auf die ökonomische Situation der
Eingebürgerten hat. "Damit haben wir Schwarz auf Weiß: Einbürgerung bringt
Deutschland auch wirtschaftliche Vorteile", unterstrich die Staatsministerin.
 
Böhmer fügte hinzu: "Wer einen Antrag auf Einbürgerung stellt, zeigt damit
deutlich, dass er Ja zu unserem Land sagt. Dieses Zugehörigkeitsgefühl ist ein
Ausdruck gelungener Integration. Migratinnen und Migranten, die die gesetzlichen
Voraussetzungen erfüllen und den Schritt in die deutsche Staatsangehörigkeit
gehen möchten, sollten dabei alle Unterstützung der Behörden erfahren."
 
Das Statistische Bundesamt hatte zuvor mitgeteilt, dass die Zahl der
Einbürgerungen in Deutschland im vergangenen Jahr wieder gesunken ist. 2007
erhielten rund 113.000 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft, 9,5 Prozent
weniger als im Vorjahr. Die meisten Eingebürgerten stammten aus der Türkei
(28.900), an zweiter und dritter Stelle folgten Personen aus Serbien und
Montenegro (10.500) und aus Polen (5.500). Den Höchsstand von 186.700 Personen
hatten die Einbürgerungen mit der Einführung des neuen Staatsangehörigkeitsrechts
im Jahr 2000 erreicht. In den Folgejahren nahm ihre Zahl jeweils ab, lediglich
2006 wurde eine Zunahme um 6,5 Prozent verzeichnet. 


Presse- und Informationsamt der
Bundesregierung
E-Mail: InternetPost@bundesregierung.de
Internet: http://www.bundesregierung.de/
Dorotheenstr. 84
D-10117 Berlin
Telefon: 03018 272 - 0
Telefax: 03018 272 - 2555

03.07.2008 / Patrick Kröhl

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