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Bundesministerien stellen sich dem "Familien-TÜV"
20.08.2008: Familienfreundliche Arbeitsbedingungen stärken Motivation und Leistungsfähigkeit
der Beschäftigten. Sie erhöhen auch die Attraktivität von Arbeitgebern. Daher
lässt sich jetzt die Bundesregierung auf Familienfreundlichkeit testen.
Familienfreundliche Arbeitsbedingungen stärken Motivation und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten. Sie erhöhen auch die Attraktivität von Arbeitgebern. Daher lässt sich jetzt die Bundesregierung auf Familienfreundlichkeit testen.
Das Kabinett stimmte der Durchführung des audit "berufundfamilie" zu. "Jedes Ressort stellt sich seinem 'Familien-TÜV'", erklärte Bundesfamilienministerin von der Leyen. "Das zeigt: Die Bundesregierung geht mit gutem Beispiel voran!" Die Bundesregierung ist sich ihrer Vorbildfunktion als Arbeitgeber bewusst. Mit der Selbstverpflichtung zur Auditierung setzt sie ein politisches Signal. Das audit "berufundfamilie" ist ein Qualitätssiegel. Es wird vergeben, wenn Personalpolitik in Unternehmen, Verwaltungen, Hochschulen und Institutionen familiäre Bedürfnisse der Beschäftigten berücksichtigt.
Die "berufundfamilie gGmbH" führt das audit durch. Sie stellt fest, ob Personalpolitik familienfreundlich gestaltet ist. Wenn dies nicht der Fall ist, zeigt audit Möglichkeiten auf, wie dieses Ziel zu erreichen ist. Es wird ein individuelles Konzept erarbeitet, das die Interessen von Arbeitgeber und Beschäftigten ausbalanciert.
"berufundfamilie gGmbH" wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und der Bundeswirtschaftsminister Michael Glos haben die Schirmherrschaft übernommen. Insgesamt nutzen mittlerweile auch schon über 600 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen das audit "berufundfamilie" und "familiengerechte hochschule".
Mehr Teilzeit, Telearbeit und Job-Sharing-Modelle
Schon jetzt sind fünf Bundesministerien zertifiziert: das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Auswärtige Amt (AA), das Bundesministerium des Innern (BMI) sowie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Die Erfahrungen sind durchweg positiv. Das BMWi war das erste Bundesministerium, das sich dem audit unterzogen hat. Erste Ergebnisse waren 2002 neue Dienstvereinbarungen über die Arbeitszeit und Telearbeit. Kleine Änderungen - große Wirkungen: Das BMWi bevorzugt Beschäftigte mit Familienpflichten bei der Vergabe von Telearbeitsplätzen. In Bonn und Berlin gibt es Eltern-Kind-Büros; eine Teilzeit- und Jobsharing-Börse wurde aufgebaut und bringt Teilzeit-Beschäftigte zusammen, damit sie sich gemeinsam für eine Vollzeitstelle bewerben können. Das AA, das BMAS und das BMFSFJ haben unter anderem Kinderbetreuungsmöglichkeiten, auch während der Ferien, geschaffen.
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung E-Mail: InternetPost@bundesregierung.de Internet: http://www.bundesregierung.de/ Dorotheenstr. 84 D-10117 Berlin Telefon: 03018 272 - 0 Telefax: 03018 272 - 2555
20.08.2008 / Patrick Kröhl
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