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Merkel: Anerkennung Südossetiens und Abchasiens nicht akzeptabel
26.08.2008: Die Situation in Georgien stand auch beim Besuch der Bundeskanzlerin in Estland
im Vordergrund. Mit Ministerpräsident Andrus Ansip unterstrich Angela Merkel
Die Situation in Georgien stand auch beim Besuch der Bundeskanzlerin in Estland im Vordergrund. Mit Ministerpräsident Andrus Ansip unterstrich Angela Merkel in Tallinn die Bedeutung einer einheitlichen Position der Europäischen Union gegenüber Russland.
Die russische Anerkennung Südossetiens und Abchasiens nannte die Bundeskanzlerin völkerrechtswidrig und absolut nicht akzeptabel. Das Handeln Russlands widerspreche dem Prinzip der territorialen Integrität, einem der grundlegenden Prinzipien des internationalen Völkerrechts. Merkel sagte, es gelte jetzt, mit Russland über die gemeinsame Wertebasis zu diskutieren. Es könne kein einfaches Weiter so geben. Zugleich bedauerte die Kanzlerin, dass im Kaukasuskonflikt bislang keine Resolution der Vereinten Nationen zustande gekommen ist. Ich denke, dass sich die gesamte Europäische Union in diesem Sinne äußern wird, sagte Merkel nach dem Gespräch mit Ansip. Kommende Woche kommen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) in Brüssel zu einem Sondergipfel über den Kaukasuskonflikt zusammen. Von diesem Europäischen Rat soll nach den Worten Merkels auch ein Signal ausgehen, dass die EU beim Wiederaufbau an der Seite Georgiens steht. "Wir müssen als Europäische Union alles daran setzen, dass wir Georgien und genauso der Ukraine im Rahmen unserer Nachbarschaftspolitik beistehen", so die Kanzlerin.
Verhältnis zu Russland auf dem Prüfstand
Die Bundeskanzlerin unterstrich in Tallinn erneut, dass der von der EU vorgelegte Sechs-Punkte-Plan schleunigst umgesetzt werden müsse. Darüber sei sie sich mit Ministerpräsident Ansip einig. Ansip sagte, das Verhältnis der EU und der Nato zu Russland müsse im Zentrum des bevorstehenden Sondergipfels stehen. Die russischen Streitkräfte hätten sich umgehend aus den besetzten Gebieten in Georgien zurückzuziehen, forderte Merkel. Wichtig sei zudem, dass internationale Beobachter verstärkt nach Georgien gingen: "Damit gerade auch die Regelungen in der so genannten Puffer- oder Sicherheitszone so ausgestaltet werden können, dass die Präsenz von russischen Truppen dort entfällt", so die Kanzlerin.
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26.08.2008 / Patrick Kröhl
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