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Kategorie Welt  

Deutscher Soldat bei Anschlag in Afghanistan getötet, drei weitere verletzt

27.08.2008: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich tief erschüttert über den tödlichen Anschlag gezeigt. Im Namen des Bundeskabinetts sprach sie den Hinterbliebenen ihr aufrichtiges Beileid aus.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich tief erschüttert über den tödlichen
Anschlag gezeigt. Im Namen des Bundeskabinetts sprach sie den Hinterbliebenen ihr
aufrichtiges Beileid aus.


Die Bundeskanzlerin habe zudem die Hoffnung geäußert, dass die Verletzten rasch
genesen mögen. Dies teilte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm nach
der Kabinettssitzung mit.
 

Feiger und hinterhältiger Anschlag

 
Die Patrouille war mit acht Fahrzeugen südlich des Lagers Kundus unterwegs
gewesen. Kurz nachdem sie gegen 6.55 Uhr deutscher Zeit den Fluss Kundus
durchquert hatte, sei der erste Wagen in die Sprengfalle geraten, berichtete
Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung.
 
Alle Soldaten wurden sofort ärztlich versorgt. Der Hauptfeldwebel, der die
Patrouille anführte, wurde aber tödlich verletzt. Die anderen Verletzten wurden
zum Stützpunkt Masar-Sharif geflogen und werden dort weiter behandelt. Die
Soldaten gehören dem Fallschirmjägerbataillon 263 aus Zweibrücken an.
 
Auch der Verteidigungsminister sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus und
wünschte den Verletzten baldige Genesung. Jung nannte den Angriff einen "feigen
hinterhältigen Anschlag". Dieser dürfe Deutschland aber nicht von der Aufgabe
abbringen, zur Stabilität Afghanistans beizutragen. Das Land dürfe nicht wieder
zum "Ausbildungscamp des Terrorismus" werden, fügte Jung hinzu.
 
Mehr als 3.000 Soldaten der Bundeswehr sind im Norden Afghanistans eingesetzt. Es
handelt sich bereits um den dritten Anschlag im August. Vor drei Wochen waren in
der Region drei deutsche Soldaten bei einem Anschlag verletzt worden, zwei davon
lebensbedrohlich. Zu dieser Tat hatten sich die Taliban bekannt.

Vor einer Woche war eine Patrouille in der Nähe von Feisabad angegriffen worden.
Bei dem darauffolgenden Schusswechsel wurde einer der Angreifer verwundet. Er
erlag später seinen Verletzungen. Bei einem Selbstmordanschlag im Mai 2007 waren
in Kunduz drei Bundeswehr-Soldaten und acht afghanische Zivilisten getötet
worden.

Am 25. August war in Termez in Usbekistan ein Soldat eines natürlichen Todes
verstorben. Über diesen Flugplatz wird der Lufttransport nach Afghanistan
abgewickelt. Insgesamt sind somit 28 deutsche Soldaten im ISAF-Einsatz seit 2002
verstorben.


Presse- und Informationsamt der
Bundesregierung
E-Mail: InternetPost@bundesregierung.de
Internet: http://www.bundesregierung.de/
Dorotheenstr. 84
D-10117 Berlin
Telefon: 03018 272 - 0
Telefax: 03018 272 - 2555

27.08.2008 / Patrick Kröhl

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